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Linda Teuteberg: Zeitzeugenarbeit ist wichtig für Aufarbeitung

19.03.2011

Die Potsdamer Landtagsabgeordnete Linda Teuteberg (FDP) hat am Samstag gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Kultur und Medien der FDP-Bundestagsfraktion die Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße in Potsdam besucht. "Geschichte lässt sich am besten direkt vor Ort erleben", sagte die Landtagsabgeordnete, die auch Mitglied der Enquete-Kommission zur Aufarbeitung der SED-Diktatur ist, über den Besuch in Potsdam. Der Besuch der Bundestagsabgeordneten mache deutlich, dass die Problematik auch auf Bundesebene verfolgt werde.

 

Das ehemalige KGB-Gefängnis sei ein authentischer Ort des Gedenkens für die Opfer des Stalinismus. "Empathie ist in der Auseinandersetzung mit der DDR ein wichtiges Element, um Menschen für die Situation der Opfer zu sensibilisieren", so Teuteberg. Auch bei der Aufarbeitung der NS-Zeit sei Empathie immer ein wichtiger Faktor gewesen. "Die Tagebücher der Anne Frank oder der Film ,Schindlers Liste' haben zahlreichen Menschen das Leben von Verfolgten während der Zeit näher gebracht", sagte die Abgeordnete mit Blick auf die Möglichkeiten, die auch die Gedenkstätte in der Leistikowstraße bietet.

 

Gleichzeitig wiederholte Teuteberg ihre Kritik am Umgang mit den Zeitzeugen in der Gedenkstättenarbeit. Sie hätten keine Möglichkeit, Gespräche im Haus selbst zu führen, außerdem seien weder Zeitzeugen noch der Beirat in das "Drehbuch" für die neue Ausstellung ausreichend eingebunden worden.

 

"Die Bürger haben ein berechtigtes Interesse an einem kontinuierlichen Zugang zu diesem authentischen Ort des Gedenkens", sagte Teuteberg.