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Tierschutzverein Potsdam und Umgebung e.V.

Arthur-Scheunert-Allee 8
Haus 8
14558 Nuthetal OT Bergholz-Rehbrücke



Aktuelle Meldungen

Im Karli kann nur Babelsberg 03 und Turbine Heimrecht haben und niemals Blau Weiß Beelitz

(12.08.2013)

Der Tierschutzverein Potsdam und Umgebung e.V. (TSV) möchte zu der Situation hinsichtlich des Tierheims wie folgt Stellung nehmen:

 

Die Stadt hat mit Schreiben vom 7. August informiert, dass das Angebot des TSV nicht angenommen werden konnte und sie nunmehr das Grundstück an den Höchstbietenden verkaufen wird. Diese Nachricht ist irritierend, da die Stadtverordnetenversammlung das Topthema Tierheim an sich gezogen hatte und noch keine Entscheidung getroffen hat. Wir möchten uns daher ausdrücklich bei Herrn Oberbürgermeister Jakobs für seine klaren Worte, die er heute zu dem Vorgang fand, bedanken. Er betonte, dass noch keine Entscheidung gefallen sei. Wir hoffen, dass die Stadtverordneten unser Angebot würdigen werden und sich für den Wunsch der Potsdamer entscheiden und letztendlich dem 700 Mitglieder starken Tierschutzverein Potsdam und Umgebung e.V. den Vorzug vor einem fremden Investor geben werden. Mit uns hoffen das auch alle Potsdamer Tierhalter und Tierfreunde. Sie haben uns bereits gemeinsam mit vielen Prominenten und Unternehmern ihre Unterstützung versprochen. Der TSV Potsdam ist hier verwurzelt und vernetzt und macht seit 23 Jahren Tierschutz mit Herz für die Stadt. Darin lag und liegt der wahre Gewinn. Wir hoffen, dass der Tierschutzverein Potsdam und Umgebung e.V. als Heimmannschaft das Heimrecht erhalten wird.

 

Niklas Wanke

Vorsitzender des Tierschutzvereins Potsdam und Umgebung e.V.

Foto zur Meldung: Im Karli kann nur Babelsberg 03 und Turbine Heimrecht haben und niemals Blau Weiß Beelitz
Foto: Im Karli kann nur Babelsberg 03 und Turbine Heimrecht haben und niemals Blau Weiß Beelitz

Tierschutzverein Potsdam und Umgebung e.V. muss sein Kleintierheim schließen: 25 Tiere verlieren am 1. Juni ihr Dach über dem Kopf

(22.02.2013)

Fünf Jahre nach dem Verlust des Tierheims verliert der TSV nun auch seine Notunterkunft mit ca. 35 Tierplätzen. Nachverhandlungen mit dem Vermieter zur Fortsetzung der Tierbetreuung blieben erfolglos. Die sofort begonnene intensive Suche nach neuen Räumen blieb bislang ohne Ergebnis.

 

Der Verein konnte mit seinem Kleintierheim vielen hundert Tieren in Not helfen. Nun gerät er selbst in Not. Ohne eine eigene Bleibe muss er seine Arbeit einstellen. Dadurch sind drei Arbeitsstellen und ein Ausbildungsplatz gefährdet. Die Mitglieder des Tierschutzvereins Potsdam und Umgebung e.V. sind verzweifelt. Trotz des übergroßen Zuspruchs beim Potsdamer Bürgerhaushalt ist kein Tierheimgrundstück für den TSV in Sicht.

 

Stimmen des Vorstandes zur Situation des Tierschutzvereins Potsdam und Umgebung e.V.:

 

Imme Hackmann, stellvertretende Vorsitzende: „Wann wird endlich das öffentliche Interesse am Tierschutz im Allgemeinen und an einem Tierheim als Notwendigkeit für den Tierschutz im Besonderen in Potsdam erkannt?“

 

Kurt Sievert, Schatzmeister: „Der Verein hat trotz sehr begrenzter finanzieller Mittel über Jahre hervorragende Arbeit für den Tierschutz geleistet. Die Mitglieder ziehen hier mit ihren Beiträgen und Spenden mit. Wir haben Hilfe verdient!“

 

Anke Drohla, Beisitzerin: „Jetzt sitzen wir, wie die von uns geretteten Tiere, auf der Straße. Das Ergebnis jahrelanger Ignoranz.“

 

Dr. med. vet. Frank-Ulrich Hügel, stellvertretender Vorsitzender: „Ehrenamtsförderung darf sich nicht in Ehrungen ergehen. Hier sind Potsdamer, die mit ein wenig Unterstützung wertvolle Tierschutzarbeit leisten könnten.“

 

Niklas Wanke, Vorsitzender: „Wir dachten es kann nicht mehr schlimmer kommen, und nun das. Wir brauchen dringend Hilfe, auch seitens der Politik.“

 

Martin Henseke, Schriftführer: „Seit 15 Jahren wurde dem TSV Hilfe versprochen, wenn sie jetzt nicht kommt, dann hat Potsdam kein Tierheim verdient.“

 

Christiane Niewald, Beisitzerin: „Ein Tierheim ist nicht nur ein Platz für Tiere, sondern auch ein Ort zum Erhalt ethischer Werte.“

Foto zur Meldung: Tierschutzverein Potsdam und Umgebung e.V. muss sein Kleintierheim schließen: 25 Tiere verlieren am 1. Juni ihr Dach über dem Kopf
Foto: Tierschutzverein Potsdam und Umgebung e.V. muss sein Kleintierheim schließen: 25 Tiere verlieren am 1. Juni ihr Dach über dem Kopf

Jahresrückblick des Tierschutzvereins

(30.11.2012)

Auf der diesjährigen Mitgliederhauptversammlung des Tierschutzvereins Potsdam und Umgebung e.V. (TSV) am 22.11.2012 berichtete der Vorstand über die Tierschutzarbeit des Vereins und stellte den Mitgliedern die neuesten Zahlen der Vereinsarbeit vor. Seit Jahresbeginn hat der TSV im Kleintierheim folgende Tiere aufgenommen, tierärztlich versorgt, gepflegt und vermittelt:

99 Abgabe- und Fundkatzen (25 davon in Pflegestellen)

35 Nager (Mäuse und Farbratten in Pflegestelle)

26 Meerschweinchen

15 Kaninchen

5 Hunde (alle in Pflegestellen)

4 Wellensittiche

2 Nymphensittiche

 

Im gleichen Zeitraum konnte der TSV folgende Wildtiere retten oder ihnen helfen. 8 kranke Igel wurden tierärztlich versorgt, gesund gepflegt und wieder ausgewildert 7 verletzte Schwäne wurden eingefangen und zur FU Klinik nach Berlin gebracht, vier Schwäne konnten nach der Behandlung wieder in die Freiheit entlassen werden, ein Schwan musste auf Grund der Schwere der Verletzung im Zoo untergebracht werden, zwei Schwänen konnte nicht mehr geholfen werden.

6 Entenfamilien zum Wasser geleitet (dafür auch die Breitestraße kurzzeitig gesperrt)

3 verletzte Krähen eingefangen und tierärztlich versorgt

2 Hasenbabys gepäppelt

2 Waschbärenbabywaisen gepäppelt

2 verletzte Ringeltauben eingefangen und tierärztlich versorgt

1 Waldkauzbaby gepäppelt

1 verletzten Fasan eingefangen und nach Behandlung wieder ausgewildert

1 verletzte Amsel aufgenommen

1 verletzte Wildgans versorgt

 

Allein für die tierärztliche Versorgung und das Futter gibt der TSV jährlich ca. 35.000 Euro aus. Doch seit Schließung des Tierheims sind die Spenden für die Arbeit des TSV stark zurückgegangen. Gleichzeitig sind aber die Fixkosten durch die Anmietung von Räumen und Flächen gestiegen. Wer den Verein durch eine Spende bei seiner Arbeit unterstützen möchte findet hierzu alle Angaben unter www.tierschutzverein-potsdam.de. Darüber hinaus beobachtet und verfolgt der TSV aktuell 54 Fälle, in denen es Missstände in der Tierhaltung gibt. In den meisten Fällen ist das Veterinäramt bereits informiert. Dazu gehören auch Fälle von illegalem Hundehandel, tierquälerischer gewerblicher und privater Nutztierhaltung sowie tierquälerischer Haustierhaltung.

 

Der Vorstand

Foto zur Meldung: Jahresrückblick des Tierschutzvereins
Foto: Jahresrückblick des Tierschutzvereins

Tierschutzverein Potsdam und Umgebung e.V. (TSV) äußert sich zum ständig wiederkehrenden Vorschlag die Hundesteuer zu erhöhen

(01.11.2012)

Eine Hundesteuererhöhung würde ohne Zweifel weiteres Tierleid nach sich ziehen. Schon jetzt ist Geldmangel einer der häufigsten Abgabegründe. Immer wieder muss der TSV Tiere übernehmen, die aus Geldmangel abgegeben werden. Eine Aufgabe für die dem TSV sowohl genügend Geld als auch ein Tierheim fehlt. Der von Herrn Exner ins Feld geführte Bundesvergleich verbietet sich darüber hinaus schon auf Grund des starken Ost-West-Lohngefälles. Außerdem ist Potsdam im Vergleich der ostdeutschen Landeshauptstädte, die alle über ein Tierheim verfügen, schon jetzt die teuerste Gemeinde nach Dresden. Jedoch kann Dresden, anders als Potsdam, für sich beanspruchen ein neues Tierheim gebaut zu haben und es selbst zu betreiben. Ohnehin sollte die Hundesteuer abgeschafft werden. Sie ist ein Relikt aus längst vergangener Zeit und wird außer im deutschsprachigen Raum weltweit nicht mehr angewendet. Andere Länder haben erkannt, dass die Hundesteuer ungerecht ist. Würde sie zweckgebunden eingesetzt werden, wäre ihre Akzeptanz sicherlich höher. Schon eine geringe städtische Unterstützung des TSV könnte die Not der Potsdamer und ihrer Tiere lindern.

Foto zur Meldung: Tierschutzverein Potsdam und Umgebung e.V. (TSV) äußert sich zum ständig wiederkehrenden Vorschlag die Hundesteuer zu erhöhen
Foto: Tierschutzverein Potsdam und Umgebung e.V. (TSV) äußert sich zum ständig wiederkehrenden Vorschlag die Hundesteuer zu erhöhen

Juli-Stammtisch des Tierschutzverein Potsdam und Umgebung e.V.

(03.07.2012)

Wer sich im Tierschutz engagieren oder einfach nur den Tierschutzverein Potsdam und Umgebung e.V. mal kennenlernen möchte, ist herzlich eingeladen zum monatlichen Stammtisch am Donnerstag den 05.07.2012 um 19 Uhr in die Gaststätte „Zum Keiler“ in der Friedrich-Wolf-Str. 11, 14478 Potsdam zu kommen. In den letzten Monaten besuchten den Stammtisch des Tierschutzvereins Potsdam und Umgebung e.V. bereits die Stadtverordneten, Herr Schultheiß (Potsdamer Demokraten), Herr Cornelius (Potsdamer Demokraten), Herr Scharfenberg (Die Linke), Herr Menzel (Bündnis 90/Die Grünen) und von der Piratenpartei Herr Goebel. Der TSV hat sich seit Mai um einen Vertreter der CDU bemüht und hofft, dass es am Donnerstag klappt.

 

Über weitere Termine informiert der TSV auf der Internetseite des Vereins.

(www.tierschutzverein-potsdam.de)

Foto zur Meldung: Juli-Stammtisch des Tierschutzverein Potsdam und Umgebung e.V.
Foto: Juli-Stammtisch des Tierschutzverein Potsdam und Umgebung e.V.

Vorstand wiedergewählt / eigenes Tierheim bleibt Ziel

(23.05.2012)

Gestern am 22.05.2012 fand die ordentliche Jahreshauptversammlung des Tierschutzvereines Potsdam und Umgebung e.V. statt. Turnus gemäß standen die Vorstandswahlen auf der Tagesordnung. Alle Vorstandsmitglieder kandidierten für eine weitere dreijährige Amtszeit und wurden von der Mitgliederversammlung wiedergewählt.

 

Die Vorstandsmitglieder des Tierschutzvereins Potsdam und Umgebung e.V.:

Wanke, Niklas Vorsitzender

Dr. Hügel, Frank Ulrich 1. stellvertretender Vorsitzender

Hackmann, Imme 2. stellvertretende Vorsitzende

Sievert, Kurt Schatzmeister

Henseke, Martin Schriftführer

Drohla, Anke Beisitzerin

Niewald, Christiane Beisitzerin

 

Der wiedergewählte Vorstand äußerte sich zufrieden über seine Wiederwahl, sorgt sie doch nun bereits in der dritten Amtszeit für die notwendige Kontinuität der Vereinsarbeit. Gleichzeitig bekräftigter er das Angebot des Tierschutzvereins Potsdam und Umgebung e.V. an die Landeshauptstadt Potsdam ein Tierheim auf Vereinskosten zu bauen. „Die Zeit ist reif.“ Seit 14 Jahren drängt der Tierschutzverein Potsdam und Umgebung e.V. nun schon auf ein neues Tierheim in Potsdam und verweist darauf, dass am Anfang darüber auch Einigkeit mit der Verwaltung bestand. Warum das nun deutlich verbesserte Angebot des Vereins, ein für die Stadt kostenloses Tierheim zu bauen, bislang von der Rathausspitze nicht angenommen wurde, sondern stattdessen gegenteilige Äußerungen laut wurden, ist dem Vorstand ein Rätsel. Um die Durststrecke, im fünften Jahr nach der Schließung des Tierheims am Wildpark, für die Potsdamer und den Verein zu beenden, appelliert der Vereinsvorstand an alle Parteien, zielstrebig an der Umsetzung des Bürgervotums zu arbeiten. Beachtung des Bürgerwillens, Förderung des Ehrenamtes und nicht zu letzt Förderung des Tierschutzes waren alles Themen der letzten Kommunalwahl, doch nicht alle Parteien arbeiten an deren Umsetzung. „Die Fundtierbetreuung gehört wieder in die Stadt! Lieber heute als morgen.“

Foto zur Meldung: Vorstand wiedergewählt / eigenes Tierheim bleibt Ziel
Foto: Vorstand wiedergewählt / eigenes Tierheim bleibt Ziel

Stern-Center: Tauben vergiftet! Rattengift gefährdet Kinder und Tiere!

(23.01.2012)

Der Tierschutzverein Potsdam und Umgebung e.V. protestiert gegen brutalen Vogelmord! Ausgerechnet am 4. Oktober, dem Welttierschutztag, beobachteten Mitglieder des Tierschutzvereins Potsdam und Umgebung e.V. (TSV) erstmalig wie einige Tauben rote und blaue Körner aufpickten, die an drei Stellen auf einem Parkdeck des Stern-Centers ausgestreut waren. Die Tierschützer fegten schnell die Reste auf, und hatten dabei eine ganz schlimme Befürchtung: Hier legt jemand Gift aus, um die Tauben zu töten! Später haben die Tierschützer dort an derselben Stelle zwei weitere Taubenvergiftungsaktionen bemerkt.

 

Das öffentliche Auslegen von freizugänglichem Gift verstößt gegen mehrere Gesetze. Das Vergiften von Vögeln ist eine Straftat! Die Tiere erleiden einen furchtbar qualvollen Tod! Frau Anke Drohla Mitglied des TSV Vorstandes fragt sich, wie Menschen nur so grausam sein können? Es wurde Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz erstattet! Dem Täter drohen bis zu drei Jahren Haft oder eine Geldstrafe! Die Tierschützer schätzen, dass bei den Vergiftungsaktionen, bei denen größere Mengen an giftigen Körnern ausgestreut wurden, 50 Tauben und auch noch andere Vögel grausam getötet wurden. Mehrere kleine Taubenschwärme, die täglich auf dem Parkdeck des Stern-Centers nach Futter suchten, sind mittlerweile verschwunden.

 

Das Center-Management des Stern-Centers unterstützt den Tierschutz und das Anliegen des Tierschutzvereins Potsdam und Umgebung e.V. voll und ganz und kündigte an, gegen die Vergiftung von Tauben auf dem Gelände des Centers strikt vorzugehen. "Wir werden die Ereignisse zum Anlass nehmen, das Parkdeck künftig noch intensiver nach Spuren von Gift zu überprüfen und im Falle eines Verdachtes in Zusammenarbeit mit der Polizei und dem Tierschutzverein Potsdam und Umgebung e.V. alle Möglichkeiten zur Aufklärung und Ermittlung der Verursacher ausschöpfen,“ so Center-Manager Stephan Raml.

 

Der Tierschutzverein Potsdam und Umgebung e.V. ist entsetzt und möchte hiermit dringend vor diesen Gift-Körnern warnen! Das auf den öffentlichen Parkplätzen des Sterncenters offen ausgestreute Gift ist auch für Kinder und natürlich auch für andere Tiere wie Hunde lebensgefährlich! Eltern sollten besonders auf ihre Kleinkinder, die alles gern in den Mund nehmen, aufpassen und auch Hundebesitzer sollten auf ihre Hunde besonders Acht geben.

 

Bei den Vergiftungsaktionen wurden vermutlich mehrere Taubenschwärme getötet. Das dadurch "frei" gewordene Gebiet wird aber bald von neuen Tauben eingenommen werden. Es werden sich immer wieder Stadttauben auf den Parkdecks des Sterncenters einfinden. Sie finden dort Nahrungsreste der Menschen und auch gute Brutmöglichkeiten in der Umgebung, da sie nicht wie die Wildtauben (z.B. Ringeltaube) in Bäumen nisten. Stadttauben sind entflogene Haus- und Rassetauben, ausgebliebene Brieftauben und deren Nachkommen.

 

Die richtige Lösung des Problems mit den vielen Stadttauben sind betreute Taubenschläge, wie es sie im Schlaatz und Babelsberg bereits gibt, in denen der Taubenbeauftragte der Stadt, Herr Becker, die Tauben gezielt gefüttert und die Vermehrung durch das Austauschen der Eier mit Gipseiern gebremst wird.

 

Tauben sind genauso wertvoll wie andere Vögel, die es verdienen, leben zu dürfen! Es kann ein friedliches Miteinander geben, wenn man es nur will.

 

Niklas Wanke

Vorsitzender des Tierschutzverein Potsdam und Umgebung e.V.

Foto zur Meldung: Stern-Center: Tauben vergiftet! Rattengift gefährdet Kinder und Tiere!
Foto: Stern-Center: Tauben vergiftet! Rattengift gefährdet Kinder und Tiere!

Tierheim endlich bauen

(30.12.2011)

Dies war die Überschrift zu dem Vorschlag Nr. 20 des Bürgerhaushalts 2012. Der Tierschutzverein Potsdam und Umgebung e.V. bekam dafür eine überwältigende Zustimmung von den Potsdamern Bürgern. Mit dem Rekordergebnis von 6747 Stimmen, mehr als dreimal soviel wie der Vorjahressieger, haben die Potsdamer ein überdeutliches Ausrufezeichen hinter diesen Vorschlag gesetzt und damit Ihrem dringenden Wunsch nach einem Tierheim in der Stadt Ausdruck verliehen. Dieses Votum muss ernst genommen werden und nun gilt es für die Stadtverordneten dies umzusetzen.

 

Die Verwaltung hat drei ernstzunehmende Standortvorschläge gemacht und wird, anders als viele befürchten, sicherlich zu jedem einzelnen stehen und an ihm festhalten. Die Stadtverordneten haben sich bereits zwischenzeitlich eindeutig gegen Eiche ausgesprochen und auch Fahrland abgelehnt. Sie haben sich für Potsdam, Michendorfer Chaussee 144, oder kurz das Sago-Gelände, entschieden. Das ist gut so, da das Sago-Gelände, wo schon früher Hunde untergebracht waren, mit großem Abstand der beste Ort für das Potsdamer Tierheim ist.

 

Dies war für alle Tierfreunde eine frohe vorweihnachtliche Botschaft und ein versöhnliches Ende des Jahres 2011. Der Tierschutzverein bedankt sich bei allen die das möglich gemacht haben und wünscht allen Potsdamern noch einen Guten Rutsch ins Neue Jahr.

 

Niklas Wanke

Vorsitzender des Tierschutzvereins Potsdam und Umgebung e.V.

Foto zur Meldung: Tierheim endlich bauen
Foto: Tierheim endlich bauen

Tierschutzarbeit ohne Tierheim

(28.11.2011)

Anlässlich seiner diesjährigen Jahreshauptversammlung am 22.11.2011 möchte der Tierschutzverein Potsdam und Umgebung e.V. (TSV) über seine Tierschutzarbeit berichten. Seit Eröffnung der Notfalldatenbank im April 2009 hat der TSV offiziell 497 Tierschutzfälle bearbeitet und dokumentiert. Durch sie kann der TSV Tierschutzfälle besser dokumentieren und auch ohne Tierheim vielen Tieren und ihren Haltern nachhaltig helfen.

 

Bearbeitete Fälle betrafen: Animal Hoarding; Ausgesetzte Tiere; Unfalltiere; Tierquälerei; Verwahrlosung; Katzen auf Bäumen; Transporte durch Brandenburg und ganz Deutschland; Enten mit ihren Küken in Potsdams City; verletzte Tiere: Igel, Eichhörnchen, Schwäne, Mauersegler, Raubvögel, Singvögel; abgelehnte Fundkatzen; Missstände in der Haltung von Tieren; Abgabe von Tieren, die wegen Allergie, Umzug oder oft selbst verursachten Verhaltensauffälligkeiten oder Tod des Halters und, und ...

 

Alle Meldungen zu Missstände bei der Tierhaltung und zu Tierquälerei leitet der TSV umgehend an das jeweils zuständige Veterinäramt weiter, überprüft sie soweit es ihm möglich ist und leitet auch diese Informationen zur Unterstützung der Veterinärämter an sie weiter. Insgesamt konnte der TSV bereits 227 Fälle erfolgreich abschließen. 11 % der Fälle, zählen zu den besonders schwierigen und damit aufwendigen Fällen, die teilweise über Jahre bearbeitet werden müssen. Allein in den ersten 11 Monaten diesen Jahres hat der TSV 165 Fälle bearbeitet und dokumentiert. Am 19.11. hat der TSV das hunderste Tier im Jahre 2011 in der Kleintierstation aufgenommen. Mit Tierheim konnte der TSV jährlich über 300 Tiere aufnehmen. Insgesamt wurden 197 Tiere durch den TSV mit Schutzvertrag vermittelt. 20 Tiere des TSV stehen derzeit zur Vermittlung. Zwei Hunde wurden nach der Schließung des Tierheims am Wildpark in Pension gegeben. 12 Tiere werden seitdem in Dauerpflegestellen des TSV betreut.

 

Trotz der eindrucksvollen Zahlen ist das nur ein Teilausschnitt aus der Tierschutzarbeit die der Tierschutzverein Potsdam und Umgebung e.V. leistet. Erfasst wurden und werden dort längst nicht alle Fälle, die durch den TSV bearbeitet werden. Auch finden die Beratungsgespräche bislang auf Grund des hohen zusätzlichen Zeitaufwandes keinen Eingang in die Notfalldatenbank. Fälle die eigenständig von den Mitgliedern erfolgreich abgearbeitet werden konnten, finden aus dem gleichen Grund keinen Eingang in die Notfalldatenbank. Auch das Angebot an die Bürger, über die Homepage des TSV ihr Tier zu vermitteln, findet keinen Eingang in die Notfalldatenbank. Nicht erfasst werden in der Notfalldatenbank die Kastrationen von Straßenkatzen und die Unterstützung der Katzenfütterer. Dieses dezentrale Wirken des Tierschutzvereins Potsdam und Umgebung e.V. und sein weites Netzwerk macht die Effektivität seiner Tierschutzarbeit aus.

 

Der Vorstand

Foto zur Meldung: Tierschutzarbeit ohne Tierheim
Foto: Tierschutzarbeit ohne Tierheim

Tierschutzverein bittet dringend um Mithilfe

(16.05.2011)

Der Tierschutzverein Potsdam und Umgebung e.V. bittet dringend um Mithilfe bei einer Aktion zum Schutz von Rehkitzen. Hierzu werden 40 Helfer benötigt, die vor den Mähdreschern die Nuthewiesen ablaufen und im hohen Gras versteckt liegende Rehkitze aus der Gefahrenzone bringen. Der Tag des Einsatzes ist vom Wetter abhängig und wird voraussichtlich Mitte Juni sein. Die Aktion erstreckt sich über 1-2 Tage, wenn es zuvor eine ausreichende Zeit trocken geblieben ist.

 

Leider wird jedes Jahr, obwohl die Nuthewiesen Naturschutzgebiet sind, das Gras dort gemäht. Der Jagdpächter berichtete dem Tierschutzverein Potsdam und Umgebung e.V., dass dort im letzten Jahr 16 Rehkitze durch die Mähdrescher grausam starben. Die Dunkelziffer liegt weit höher. Der Landwirtschaftsbetrieb, der dort die Mahd durchführt, ist kooperativ und hat dem diesjährigen Einsatz von ehrenamtlichen Helfern zugestimmt. Kinder dürfen aus Sicherheitsgründen nicht teilnehmen. Alle Freiwilligen werden kurzfristig über Zeit- und Treffpunkt informiert. Die Einweisung erfolgt vor Ort. Handschuhe zum Verhindern der Geruchsübertragung werden gestellt.

 

Freiwillige Helfer melden Sie sich bitte beim Tierschutzverein Potsdam und Umgebung e.V. unter 0331- 97 30 33, Mo-Fr, 10.00 - 12.00 Uhr oder nutzen den AB.

 

Der Vorstand

Des Tierschutzverein Potsdam und Umgebung e.V.

Foto zur Meldung: Tierschutzverein bittet dringend um Mithilfe
Foto: Tierschutzverein bittet dringend um Mithilfe

Lügen haben kurze Beine

(25.03.2011)

Der Tierschutzverein Potsdam und Umgebung e.V. bezweifelt die von der Beigeordneten für Soziales, Jugend, Gesundheit, Ordnung und Umweltschutz, Frau Müller-Preinesberger, neuerdings mehrfach vorgenommene Darstellung, dass das Grundstück in der Marquardter Straße nicht geeignet sei.

 

Die Landeshauptstadt Potsdam hat dieses Grundstück ausdrücklich nach gemeinsamer Prüfung mit dem Tierschutzverein Potsdam und Umgebung e.V. im Herbst 2006 für geeignet erklärt und dies auch noch einmal am 13.03.2007 im Gespräch mit dem Oberbürgermeister bestätigt, wie das in der Anlage beigefügte von Frau Müller selbst verfasste interne Dokument mit Datum vom 13.03.2007 beweist.

 

Herr Wanke, Vorsitzender des Tierschutzvereins Potsdam und Umgebung e.V., äußerte: „Wir befinden uns in Mitten eines seit vier Jahren anhaltenden Skandals, bei dem noch unklar ist wo er uns hinführen wird.“

 

Schon bei der damaligen Prüfung wurde klar festgelegt, dass das Biotop in jedem Fall nicht zum Grundstück gehören würde und auch klar festgestellt, dass alle nötigen Medien in unmittelbarer Nähe anliegen.

 

Zur Erinnerung:

Wie man dem Dokument ebenfalls entnehmen kann, kam es bereits am 13.03.2007 zu der Entscheidung dem Tierschutzvereins Potsdam und Umgebung e.V. einen Dolchstoß in den Rücken zu versetzen und ihn trotz der erst Minuten zuvor getroffenen Vereinbarung zu kündigen. Dies war lange bevor die Stadtverwaltung Ende Juli die Zwingergrößen als Kündigungsgrund für sich entdeckte und mit dem äußerst massiv und medienwirksam vorgebrachten Vorwurf der Täuschung die eigentliche Täuschung beging. Fest steht, bis zum Umbau des Tierheims durch den Tierschutzverein Potsdam und Umgebung e.V. standen fast alle Hunde in zu kleinen Zwingern. Dies leugnete die Stadtverwaltung vehement, ließ aber, von der Öffentlichkeit fast unbemerkt, zeitgleich 22 Hundezwinger wegen der zu geringen Größe vom Veterinäramt sperren.

Foto zur Meldung: Lügen haben kurze Beine
Foto: Lügen haben kurze Beine

Gegendarstellung des Tierschutzvereins Potsdam und Umgebung e.V. auf den Kommentar „Verwunderlich“ aus der PNN vom 26.07.2010.

(27.07.2010)

Vorweg möchte der Tierschutzverein Potsdam und Umgebung e.V. feststellen, dass eine so ungeheuerliche Aussage wie von Herrn Heinzel, der das Tierheim auf Grund der Zustände als Tier-KZ bezeichnet hat, nicht einfach so im Raum stehen bleiben darf und nur mit einer ehrlich gemeinten Entschuldigung ausgeräumt werden kann. Außerdem bleibt festzuhalten, dass Herr Heinzel sich bis heute nicht beim Tierschutzverein Potsdam und Umgebung e.V. entschuldigt hat. Stattdessen hat Herr Heinzel dem Tierschutzverein Potsdam und Umgebung e.V. Geld angeboten (Zitat: „Ich wurde mich gern wie bisher für den Bau eines Tireheimes einsetzen und wie schon im Jahr 2005 1700,00 € mit Wort und Spenden dafür einsetzen. Nur ist Vorrausetzung dafür ein pfleglicher Umgang miteinander.“) und er hat später dem TSV durch seinen Anwalt vorwerfen lassen, dass der TSV es auf Geld abgesehen hätte. (Zitat: „Ich kann mich auch des Eindruckes nicht erwehren, dass Sie sachfremde Erwägungen (Spenden, ....) verfolgen und hier eine unzulässige Verknüpfung vorliegt.“) So sieht keine ehrlich gemeinte Entschuldigung aus. Der Vorstand des TSV kommt nicht umhin seinem Entsetzen über dieses Fehlverhalten Ausdruck zu verleihen. Diesen Irrweg, den Herr Heinzel eingeschlagen hat müssen nun unabhängig von seinem Angriff gegen den TSV andere bewerten. Der TSV ist nach wie vor bereit eine ehrlich gemeinte Entschuldigung von Herrn Heinzel zu akzeptieren. Entschuldigt sich Herr Heinzel nicht beim Tierschutzverein Potsdam und Umgebung e.V., muss auf verschiedenen Seiten geprüft werden welche Konsequenzen dies zur Folge hat.

 

Der Vorstand des Tierschutzvereins Potsdam und Umgebung e.V.

 

 

 

Des weiteren möchten wir möglichst konkret auf den Kommentar von Herrn Kramer eingehen. Teil einer Kampagne die Herr Kramer gegen den Tierschutzverein zu führen scheint. Weiß die PNN davon? Duldet sie es? Oder erwartet sie es von Herrn Kramer?

 

Die lange Dauer bis zur Veröffentlichung ist den Bemühungen des TSV, hinter den Kulissen eine Lösung herbeizuführen, geschuldet gewesen. Dies sollte dem TSV hoch angerechnet werden. Herr Kramer suggeriert stattdessen, dass ein nebulöses Kalkül des TSV dahinterstehen könnte und überschreitet damit die journalistischen Grenzen. Der Kommentar „Verwunderlich“ von Herrn Kramer ist gespickt mit Andeutungen. Mit der Aussage zumindest merkwürdig impliziert der Redakteur, dass unter Umständen mehr an der Sache dran ist und beflügelt damit bewusst die Fantasie des Lesers anstatt sich an die Fakten zu halten. Dass diese Äußerung mitten im Vergabeverfahren fiel, ist vermutlich wirklich kein Zufall, aber in welcher Welt wird hierfür das Opfer und nicht der Täter verurteilt. Herr Heinzel hat den Zeitpunkt ausgewählt und nicht der Tierschutzverein. Herr Kramer täte besser daran bei den Fakten zu bleiben. An und für sich unnötig zu erwähnen, dass die Attacke von Herrn Heinzel und nicht vom Tierschutzverein Potsdam und Umgebung e.V. ausging. Trotzdem versucht der Redakteur in seinem Kommentar die Täter- und Opferrollen zu vertauschen. In den vergangenen Wochen war der TSV redlich darum bemüht, den Konflikt hinter den Kulissen beizulegen. Hierzu hat der TSV die CDU wie schon in seiner ersten Pressemitteilung erwähnt, hinzugezogen und (am 28.06., 02., 13., 19., und 23.07.2010) gebeten ihren Einfluss auf Herrn Heinzel (der am 11., 12., 15., 16., und 18.06.2010 angeschrieben worden ist) geltend zu machen. Erst nach dem auch die Versuche der CDU erfolglos blieben und die CDU dem TSV riet zu tun was der TSV für richtig hält, hat sich der TSV wie angekündigt an die Presse gewand. Eine plötzliche Attacke sieht definitiv anders aus z.B. wenn drei Jahre nach der Schließung des Tierheims Herr Heinzel das Tierheim auf Grund der Zustände als Tier-KZ bezeichnet.

 

Der Vorstand des Tierschutzvereins Potsdam und Umgebung e.V.

 

 

 

Als zusätzliche Information der fragliche PNN-Artikel vom 26.07.2010 von Henri Kramer

 

Verwunderlich

So klingt ein verbaler Tiefschlag: Von einem „Tier-KZ“ hat der CDU-Stadtverordnete Horst Heinzel hat bei einer öffentlichen Veranstaltung gesprochen. Mehr als einen Monat später wird der CDU-Politiker deswegen vom Tierschutzverein (TSV) attackiert, weil die Tierschützer die Äußerung auf sich und ihr bis Ende 2007 betriebenes Tierheim beziehen. „Pietätlos“ sei die Wortwahl, so der Verein. Das stimmt. Vergleiche mit Begriffen aus der Nazi-Zeit gehen regelmäßig daneben, so auch diesmal. Dennoch verwundert der Zeitpunkt der Kritik. Denn auch seit mehr als einem Monat liegt dem Verein eine Stellungnahme von Heinzel vor in dem er von einem „Fehlgriff“ spricht und klarstellt, dass nicht der TSV gemeint war. Nun plötzlich einen Monat später Heinzel per Pressemitteilung zu attackieren, ist zumindest merkwürdig – so mitten im Vergabeverfahren für ein neues Tierheim, für das auch der TSV sich beworben hat. Und dann tagt in dieser Woche noch der neue Tierheimbeirat, in dem Heinzel als Mitglied sitzen wird. HK

Foto zur Meldung: Gegendarstellung des Tierschutzvereins Potsdam und Umgebung e.V. auf den Kommentar „Verwunderlich“ aus der PNN vom 26.07.2010.
Foto: Gegendarstellung des Tierschutzvereins Potsdam und Umgebung e.V. auf den Kommentar „Verwunderlich“ aus der PNN vom 26.07.2010.

Ausschreibung zum Tierheim: Stellungnahme des Tierschutzvereins

(17.05.2010)

Natürlich bewirbt sich der Tierschutzverein Potsdam und Umgebung e.V. (TSV) an der europaweiten Ausschreibung zum Tierheimneubau und Fund- und Verwahrtierbetreuung der Stadt Potsdam ohne damit die Kopplung an das sozialpädagogische/-therapeutische Konzept für Menschen mit entsprechendem sozialen Betreuungsbedarf gutzuheißen.

 

Der TSV steht hier in einer Linie mit dem Deutschen Tierschutzbund (DTSB), der sich gegenüber der Stadt Potsdam bereits offen gegen diese Kopplung geäußert hat. Der DTSB ist mit über 800 000 Mitgliedern und über 700 Mitgliedsvereinen, die über 500 Tierheime führen, Europas größter Tier- und auch Naturschutzverband und kann wohl wie kein anderer auf fachliche Kompetenz und Kapazitäten zurückgreifen, mit der er seine Mitgliedsvereine jederzeit unterstützt.

 

Der TSV sieht sich als der natürliche Partner für die Stadt Potsdam bei der Betreuung der Fund- und Verwahrtiere und der Betreibung des Tierheims für Potsdam. Zwei Tierheime sollten wenn irgend möglich vermieden werden.

 

Herr Wanke erklärte, dass er überzeugt ist das wirtschaftlichste und für die Stadt auch attraktivste Angebot legen zu können, aber vor dem Hintergrund, dass die Stadt auf Nachfragen nicht reagiere, nicht einmal Eingangsbestätigungen schicke, geschweige denn die Nachfragen beantwortet, sieht er den Verein außer Stande die Ausschreibung vollständig zu bearbeiten.

 

Der TSV ist von der Stadt aufgefordert worden bei Unklarheiten nachzufragen. Diese Pflicht eines jeden Bieters ist er nachgekommen, um der Stadt zu helfen eine vergabekonforme Ausschreibung durchzuführen. Doch die Stadt geht auf dieses Angebot nicht ein.

 

Es scheint unklar was die Stadt Potsdam eigentlich will. Diverse Formulierungen sprechen Bände. Z.B. scheint der Standort Eiche nicht wirklich gewollt zu sein, da für ihn keine Punkte bezüglich der Nahverkehrsanbindung zu erhalten sind. Obwohl für  Grundstücke, die weiter von einer ÖPNV Haltestelle entfernt sind noch ein Punkt vergeben wird.

 

 

Der Vorstand

des Tierschutzvereins Potsdam und Umgebung e.V.

Foto zur Meldung: Ausschreibung zum Tierheim: Stellungnahme des Tierschutzvereins
Foto: Ausschreibung zum Tierheim: Stellungnahme des Tierschutzvereins

Kein Vergnügen auf Kosten von Wildtieren im Zirkus

(08.04.2010)

Wieder einmal gastiert ein Zirkus, der mit Wildtieren reist, in Potsdam auf einer städtischen Fläche. Diesmal sind es 2 Tiger und ein Seelöwe.

 

Die geplante Hauptattraktion, ein weißes Tigermädchen, musste am 22. März diesen Jahres wegen eines chronischen Nierenleidens mit nur 22 Monaten eingeschläfert werden. Eine genetisch bedingte Krankheit, wie die behandelnde Tierärztin mitteilte. Dies verwundert nicht, denn weiße Tiger – eine Laune der Natur - sind sehr selten und werden daher in Menschenhand häufig durch die Verpaarung von Geschwistertieren oder Eltern mit Kindern gezeugt. Neben der weißen Fellfarbe kommt es dabei zu den verschiedensten chronischen Krankheiten, die aber für den Kommerz billigend in Kauf genommen werden. Die Gesundheit der Tiere ist dabei nebensächlich, wichtig ist nur das einträgliche Geschäft mit den besonders gefärbten Großkatzen.


Die anderen beiden Tiger im Zirkus Sarrasani leben das traurige Leben von Wildtieren im Zirkus – eingesperrt, zu Unterhaltungszwecken vorgeführt, sich langweilend. Tiger sind in der freien Natur Einzelgänger, die sich nur zur Paarungszeit treffen und danach wieder getrennte Wege gehen. Ihre Reviere sind bis zu 300 km² groß und zu ihren Grundbedürfnissen gehört
z. B. ein blickdichter Unterschlupf. Nichts davon kann in einem Zirkus realisiert werden.


Der 230 kg schwere Seelöwe im Zirkus Sarrasani ist besonders zu bedauern. Das Element dieser Tiere ist das Wasser, sie sind ausdauernde Schwimmer und Taucher und leben eigentlich mit vielen Artgenossen zusammen. Wer sich einmal mit Seelöwen beschäftigt hat, weiß, dass deren Augen besonders lichtempfindlich sind, da sie darauf ausgerichtet sind, auch im tiefen Wasser noch etwas zu erkennen. Wie muss sich dieses Tier im grellen Scheinwerferlicht fühlen?


Solange allerdings die Bundesregierung keine einheitliche Regelung zu einem Wildtierverbot in Zirkusunternehmen findet, ist es an den Städten und Gemeinden, Farbe zu bekennen. So sollten nicht länger städtische Flächen für Gastspiele von Zirkusunternehmen, die mit Wildtieren reisen, zur Verfügung gestellt werden.

 

Unsere Bitte an die Stadt Potsdam – kein Vergnügen mehr auf Kosten von Wildtieren im Zirkus! Und unsere Bitte an die Potsdamer Bürger – unterstützen Sie die Ausbeutung von Wildtieren im Zirkus nicht durch Ihren Besuch.

Andrea Salow
Vorstand Tierschutzverein Potsdam und Umgebung e. V.

Foto zur Meldung: Kein Vergnügen auf Kosten von Wildtieren im Zirkus
Foto: Kein Vergnügen auf Kosten von Wildtieren im Zirkus

Fundtiere wieder bei Tierschützern

(20.12.2008)

Der Vorstand des Tierschutzverein Potsdam und Umgebung e.V. gab seinem Bedauern Ausdruck, nicht den Zuschlag für die Fundtierbetreuung der Stadt Potsdam für 2009 erhalten zu haben. Er gratuliert aber Herrn Hewelcke, der mit seiner Hundepension SIRIUS ab 2009 die Fundtiere Potsdams betreuen wird.

 

Es ist ein Schritt in die richtige Richtung, so der Vorstand des Vereins. Zukünftig werden die Fundtiere Potsdams mit Herrn Hewelcke, der gleichzeitig auch Vorsitzender vom Tierschutzverein „Nordische in Not e.V." ist, wieder von Tierschützern betreut. Wir haben Herrn Hewelcke als Vorsitzenden vom Tierschutzverein „Nordische in Not e.V." im Landestierschutzverband Brandenburg e.V. des Deutschen Tierschutzbundes kennen und schätzen gelernt. Die Vereine pflegen eine gute Beziehung und soweit es die Entfernung zulässt auch eine intensive Zusammenarbeit. Der Tierschutzverein Potsdam und Umgebung e.V. hat seit einem Jahr dort Hunde in Pension.

 

Der Vorstand wird eine Zusammenarbeit mit Sirius zum Nutzen der Stadt Potsdam anstreben, um das gemeinsame Ziel von Stadt und Verein, den Tierschutz in der Landeshauptstadt zu verwirklichen, voran zu bringen.

Foto zur Meldung: Fundtiere wieder bei Tierschützern
Foto: Fundtiere wieder bei Tierschützern

Stellungnahme des TSV

(20.10.2008)

Die Stadt hat völlig unnötig und überzogen eine Klage und nicht sechs gegen den TSV angestrengt. Eine viel zu knapp gesetzte Frist nicht einzuhalten ist schließlich kein Schwerverbrechen. Wir sehen dieser Klage gelassen entgegen. Kann hier doch geklärt werden, dass der TSV alle Rücklagen vertragsgemäß an die Stadt zurückreichen wird.

 

Über die von Herrn Exner vorgenommene Vorverurteilung des TSV  sind wir allerdings entsetzt. Er schwang sich gestern vom Kläger zum Richter auf. Das hat mit der Demokratie eines freiheitlichen Rechtsstaates nichts mehr zu tun.

 

Es ist vor einer Ausschreibung ebenso wenig zulässig den Wunschpartner zu benennen, wie es die Stadt in Einem fort macht, wie auch durch eine Vorverurteilung einen unbequemen Anbieter auszugrenzen.

 

Das Tierschutz in Potsdam kein Zucker schlecken ist und sehr viel Arbeit bedeutet konnte wir schon am Gradmesser, städtisches Tierheim, erahnen. Dass aber die Widerstände in der Stadtverwaltung nur auf Grund von persönlichen Befindlichkeiten aufrecht erhalten werden ist eine neue Qualität.

 

Z.B. kann es unmöglich rechtens sein, dass die Stadt die Spenden, Sponsorengelder und Erbschaften, die in den fünf Jahren der Tierheimbetreibung durch den TSV an den TSV geflossen sind für sich fordert. Hier ist eine kräftige Schieflage der Sichtweise innerhalb der Stadtverwaltung entstanden, was ihr zusteht und was nicht. Wir gehen aber davon aus, dass jeder Richter diesem Ansinnen ein ebenso schnelles wie deutliches Ende bereiten wird.

 

Für unsere Tierschutzarbeit wurden wir immer und auch jetzt, so z.B. gestern in einem Fall einer schlechten Haltung vom Veterinäramt gelobt.

 

Trotzdem hat sich die Stadt zum Ziel gesetzt oder nimmt billigend in Kauf den TSV zu zerstören. Die Entscheidungen der Stadt haben den Tierschutz bereits jetzt einen fünfstelligen Betrag gekostet und die Lage der Tiere in der Stadt hat sich deutlich verschlechtert. Es wird mit jedem Tag dramatischer. Tiere werden nicht mehr als Fundtiere eingestuft sondern fast täglich werden Katzen als Wildtiere eingestuft, nur um Kosten zu sparen. Eine Katze hat diese Vorgehensweise der Stadt am 11.09.08 mit ihrem Leben bezahlen müssen.

 

Zu den Äußerungen von Herrn Ernst in der Presse und im HA werden wir zu einem späteren Zeitpunkt gesondert Stellung nehmen.