Friedrichskirche

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Zur Zeit der Regentschaft Friedrichs II. wurde die Friedrichskirche im Jahre 1753 unter der Leitung des holländischen Meisters Jan Bouman in der Weberkolonie Nowawes gebaut. Bis 1809 wurden im mit schlichten Holzemporen ausgestatteten Inneren der Saalkirche die Gottesdienste auch in Tschechischer Sprache abgehalten. Die Sakristei auf der Ostseite wurde erst 1911 ergänzt. Die Orgel mit klassizistischem Prospekt stammt von der Potsdamer Firma Schuke (1953).

Weberplatz
Babelsberg
14482 Potsdam

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Zur Erneuerung der Orgel: Musikalische Kirchenfenster, Zypressen & Lorbeer!

(28.01.2013)

Die Orgel steht im Mittelpunkt des Sinfoniekonzertes am Sa., 16.03.2013 um 19:30 Uhr in der Friedrichskirche. Für die Erneuerung des Instruments der Friedrichskirche spielt das Sinfonieorchester Collegium musicum Potsdam mit dem Organisten DKM Johannes Kaufhold. Werke für Orgel und Orchester von Camille Saint-Saëns, Joseph Haydn und Ottorino Respighi.

 

Eine zweite Aufführung wird es am 17.03.2013 um 19:30 Uhr in der Heilig Geist Kirche in Falkensee geben. Wer sich mit den Werken intensiver vertraut machen möchte, ist eingeladen, die öffentliche Generalprobe mit Werkeinführungen durch den Künstlerischen Leiter Knut Andreas am Freitag, 15.03.2013 um 19:30 Uhr in der Friedrichskirche zu besuchen.

 

Die Orgel begleitet musikalisch das Kirchenjahr, ist gelegentlich als Soloinstrument mit Orchesterbegleitung zu erleben und erklingt seltener auch als Orchesterinstrument in sinfonischen Werken. Das Konzert im März wird die Orgel in drei Werken verschiedener Epochen in ganz unterschiedlicher Art erklingen lassen. In Camille Saint-Saëns´ äußerst selten zu hörender Komposition "Cypres et Lauriers" (Zypressen und Lorbeer) bestreitet sie den ersten traurig anmutenden Satz (Zypresse) allein, bevor im zweiten Satz mit dem Orchester siegesfreudige Musik für die Parade (Lorbeer) angestimmt wird.

 

In Joseph Haydns Orgelkonzert C-Dur brilliert die Orgel solistisch in allen drei Sätzen und in Ottorino Respighis Werk "Kirchenfenster" setzt sie dem gewaltigen Orchesterklang die Krone auf.

 

Mitten auf dem Weberplatz im Potsdamer Stadtteil Babelsberg trifft sich seit bald 260 Jahren die Gemeinde in der Friedrichskirche. Friedrich der Große hatte den Kirchenbau in Auftrag gegeben, um einen Ort des Gebetes und der Verkündigung für die Böhmischen Weber und Spinner zu haben, die sich in Nowawes ansiedelten. Seit dieser Zeit hat die Friedrichskirche vielen Generationen eine geistliche Heimat gegeben: den böhmischen Flüchtlingen, zugewanderten Lutheranern, Immigranten, die aus armen Gebieten in die aufblühende Mitte Preußens kamen. Ohne Orgel ist Kirchenmusik in der evangelischen Gemeinde nicht denkbar. Von der ersten Kleinorgel an, über Neubauten, Erweiterungen und Umgestaltungen ist immer wieder an der Orgel repariert und gebaut worden. Der heute noch bestehende Giebelprospekt der Orgel mit drei großen Rundbogenfeldern ist bereits 1852 entstanden. Das klassizistische Orgelgehäuse erhielt 1913/14 ein Schwellwerk und an beiden Seiten Anbauten mit einfachem Gitterwerk für die zusätzlichen Pfeifen. Die letzte große Erweiterung sah die Orgel 1953, zum 200. Jahrestag des Bestehens der Friedrichskirche, durch die Gebrüder Karl und Hans-Joachim Schuke.

 

Seit ein paar Jahren häufen sich Reparaturen, inzwischen fehlen einige Töne und es sind nicht mehr alle Register spielbar. Da offenbar verschiedene technische Einrichtungen der Orgel das Ende ihrer Lebenszeit erreicht haben, werden Spenden für den Neubau der Orgel mit mechanischer Traktur unter Verwendung vorhandener Substanz gesammelt.

 

Karten für die Konzerte zu 6 EUR sind erhältlich in der Ticketeria (Friedrich-Ebert-Str. 18 und im Stern-Center), im PNN-Ticketshop (Stadtpalais) und im Gemeindebüro (Schulstr. 8c) sowie unter www.cm-potsdam.de.

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