Mühlenmuseum in der Historischen Windmühle

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Zur Geschichte und Nutzung der Mühle Als Friedrich II. 1745 das Schloss und den Park Sanssouci anlegte, stand bereits an der Stelle der heutigen Holländermühle eine 1739 errichtete Bockwindmühle, deren Betrieb Friedrich auch weiterhin erlaubte. Die am Schloss gepflanzten Bäume nahmen jedoch bald der Mühle den Wind. Einen Antrag des Müllers nach Verlegung der Mühle lehnte der König ab „weil die Mühle dem Schlosse zur Zierde gereiche“. Erst sein Nachfolger Friedrich Wilhelm II. ließ 1787/91 eine größere Mühle mit steinernem Unterbau und umlaufender Galerie nach holländischem Vorbild errichten. Im Gegensatz zur Bockwindmühle, bei der der gesamte Mühlenkasten drehbar ist, braucht bei einer Holländermühle nur die Kappe gedreht werden, um das Flügelkreuz in den Wind zu stellen. Über die Geschichte der Mühle und ihren Erbauer, Cornelius Wilhelm van der Bosch, informiert eine Ausstellung im Erdgeschoss. Nur knappe 70 Jahre war die Getreidemühle in Betrieb, bevor sie nach der Stillegung um 1858/59 1861 zum Denkmal erklärt wurde. Am 27. April 1945 brannte sie bis auf den steinernen Sockel ab. 1983 begannen erste Planungen zum Wiederaufbau der Mühle. In der Mühle sollte ein Handwerkermuseum der Handwerkskammer des Bezirks Potsdam entstehen. Diese Nutzungsabsichten hatten zur Folge, dass die Mühle nur äußerlich nahezu ihr altes Erscheinungsbild erhielt, im Inneren jedoch gänzlich anders gestaltet wurde. Der steinerne Sockel, einst mit Holzfußböden und Müllereimaschinen ausgestattet, dient heute für Ausstellungen. Nach Unterbrechung der Aufbauarbeiten 1990 bis 1992 wurde 1993 der hölzerne Achtkant mit dem Flügelkreuz und einiger Mühlentechnik fertiggestellt. Nach größeren Umbauten und Erweiterungen kann ab dem Frühjahr 2003 regelmäßig Getreide zu verschiedenen Getreideprodukten, wie Mehle, Schrote und Flocken im Rahmen des Museumsbetriebes verarbeitet werden. Im ersten Obergeschoss wird eine Galerie für zeitgenössische Kunst betrieben, in der wechselnd KünstlerInnen ihre Bilder, Grafiken oder Skulpturen ausstellen. Im zweiten und dritten Obergeschoss befinden sich mühlenkundliche Ausstellungen. Bei entsprechendem Wind werden sooft wie möglich die Flügel in Bewegung gesetzt. Mit dem Nachbau einer römischen Handdrehmühle kann mit eigener Muskelkraft Getreide geschrotet und Mehl ausgesiebt werden. Von der Galerie der Mühle hat man einen guten Blick über die Stadt Potsdam, zum Neuen Palais und dem Schloss Sanssouci. Mühlenliteratur und diverse Andenken können in der Mühle gekauft werden. (mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg)

Im Park Sanssouci: Maulbeerallee 5
14469 Potsdam

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Homepage: www.spsg.de/index_158_de.html

Öffnungszeiten:
Täglich 10-18 Uhr