Potsdamer Stadtmauer

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Die Potsdamer Stadtmauer wurde ab 1722 errichtet. Sie bestand allerdings streckenweise lediglich aus Holzpalisaden und diente nicht wirklich als Wehranlage, sondern eher, um zollpflichtige Waren durch die Stadttore zu leiten und Soldaten am Desertieren zu hindern. Eines der beiden letzten noch vorhandenen Teilstücke steht in der Großen Fischerstraße. Im Prinzip handelt es sich auch hier nicht um eine Vollmauer, sondern um einen in Leichtbauweise (ausgefüllte Steinbögen) errichteten Abgrenzungsbau. Bis vor kurzem war es vom Verfall gezeichnet und musste durch Steineinmauerungen und Holzstützen regelrecht vor dem Umkippen gesichert werden. Inzwischen wurde dieses Teilstück saniert. Die nachträglich eingefügten Steinstützen blieben erhalten. Das zweite noch vorhandene Stück ist Teil der Alten Stadtwache am Luisenplatz, die, wie das damals üblich war, einfach die Stadtmauer als Hauswand nutzte. Die Stadtmauer wanderte bei den Stadterweiterungen - hauptsächlich nach Norden - mit und verlief nach Fertigstellung der Zweiten u. Dritten Barocken Erweiterung wie folgt: Fischergasse - Am Kanal - Berliner Tor - Charlottenstraße (am Krankenhaus) - Hebbelstraße - Kurfürstenstraße - Nauener Tor - Hegelallee - Jägertor - Schopenhauerstraße - Brandenburger Tor - Neustädter Tor - Wall am Kiez.