Denkmal Friedrich-Wilhelm-von Steuben

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Friedrich Wilhelm von Steuben wurde am 17. September 1730 in der Festung Magdeburg geboren. Er war der Sohn eines Pionier-Leutnants. 1747 trat er als Fahnenjunker in das preußische Infanterieregiment Lestwitz ein und wurde 1753 Leutnant. Am Siebenjährigen Krieg nahm er meist als Adjutant teil, geriet in russische Kriegsgefangenschaft und verließ danach die preußische Armee. 1763 wurde er Hofmarschall des Fürsten von Hohenzollern Hechingen und trat schließlich 1775 als Oberst in badische Dienste. 1777 ging von Steuben auf Befehl des französischen Ministers Saint-Germain de Beaumarchais nach Nordamerika, wo vor zwei Jahren der amerikanische Unabhängigkeitskrieg ausgebrochen war. Dort lernte er Benjamin Franklin kennen und trat in die amerikanische Kontinentalarmee ein, die er 1778 als Generalmajor und Generalinspektor umbaute. Seine Truppen waren sehr diszipliniert und organisiert und so erhielt er viele Auszeichnungen und war zeitweilig Generalstabchef von George Washington. 1780 wurde von Steuben Greenes Generalquartiermeister in Virginia, wo er bedeutende Erfolge errang. Bis 1784 blieb von Steuben zudem Generalinspekteur des Heeres. Er gilt als Architekt der amerikanischen Unabhängigkeit, da es ihm gelang, untereinander zerstrittene und militärisch unerfahrene Trupps in eine schlagkräftige Armee zu verwandeln. In den einzelnen Gefechten trugen zudem die von ihm befehligten Truppenteile maßgeblich zum Sieg bei. Trotz seiner hohen Verdienste musste von Steuben dann aber nach Beendigung des Krieges sieben Jahre warten, ehe der Kongress seinen Ansprüchen auf Entschädigung seiner Verluste und auf eine Pension gerecht wurde, nachdem ihn einige Einzelstaaten bereits mit Landschenkungen bedacht hatten. Von Steuben lebte nach seiner Verabschiedung teils in New York, teils auf seiner Farm in Oneida County, wo er am 28. November 1794 starb. Als Erben setzte er zwei jüngere Soldaten ein, denen er besonders nahe stand. Die Stadt Steubenville im nordamerikanischen Staat Ohio ist nach von Steuben benannt. Noch heute finden im September ihm zu Ehren Paraden in New York und Philadelphia statt. Die Statue von General Friedrich Wilhelm von Steuben wurde 1911 in Potsdam nahe dem Stadtschloss errichtet. Sie ist ein genauer Replica von einer Statue, die seit 1910 gegenüber dem Weißen Haus in Washington steht. Die Statue zeigt von Steuben in seiner militärischen Uniform. Bundesverteidigungsminister Rühe sagte in Magdeburg, der Geburtsstadt von Steubens, in der ebenfalls ein Denkmal von Steubens errichtet wurde, dass dieses ein Symbol der tiefen Freundschaft zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten sei.

Am Alten-Markt/ Filmmuseum
14467 Potsdam

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