Kriegerdenkmal der Befreiungskriege von 1815

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Ab 1813 kämpften über eine halbe Million Soldaten aus allen Teilen Europas um die politische Zukunft und die Aufteilung des Kontinents. Die entscheidende Völkerschlacht am 18. Oktober bei Leipzig endete mit einer Niederlage der Truppen Napoleons. Die verbündeten Armeen Russlands, Preußens, Österreichs und Schwedens zwangen ihn zum Rückzug und läuteten damit das Ende seiner Vorherrschaft über Europa ein. Innerhalb von wenigen Tagen verloren weit über 100.000 Soldaten ihr Leben. Zehntausende Schwerverwundete starben noch Wochen nach der Schlacht an Kälte und Unterernährung. Nach den Schlachten bei Großbeeren, Dennewitz und Leipzig wurden über 2000 Soldaten verwundet, die in Potsdamer Lazaretten aufgenommen wurden und an ihren Verwundungen oder Krankheiten gestorben sind. Ihnen zu Ehren wurde 1815 am südlichen Punkt des Alten Friedhofs in der Heinrich-Mann-Allee ein Denkmal errichtet. Das Denkmal hat einen 18 Fuß hohen Steinsockel, den man von der Straße aus gut erkennen kann. Das Glaubenskreuz darauf ist umgeben von drei Adlern mit Eichen- und Lorbeergewinden in den Schnäbeln. Es ist das älteste Kriegerdenkmal der Stadt und war einzigartig in Preußen.

Heinrich-Mann-Allee/ Am Alten Friedhof
14473 Potsdam

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