Kunstwerk Neptunbassin

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Der Lustgarten gehörte einst zum Potsdamer Stadtschloss, er wurde im Laufe der Jahre mehrmals umgestaltet. Nach dem 2. Weltkrieg wurde das Bassin, in der Nähe des Hafens, zugeschüttet um auf dem Lustgartenplatz ein Stadion zu errichten. 1998 bis 2001 erfolgte der Neubau des Lustgartens und des Neptunbassins, angelehnt an Pläne Lennés, der den Lustgarten erstmals 1819 und dann nocheinmal 1830 umgestaltete.

Lustgarten
14467 Potsdam


Aktuelle Meldungen

Neptunbecken im Lustgarten

(18.07.2013)
Die BI "Rettet den Lustgarten" begrüßt die Mitteilung des Vereins zum Wiederaufbau der Neptungruppe, dass eine knappe halbe Million Euro für die Rückgewinnung des Neptunteichs in den historischen Umrissen von einem Großspender bereit gestellt werden.
 
Das Geld steht für die Wiedererstellung der Neptungruppe sammt Bassin in Originalgröße zur Verfügung. Die BI "Lustgarten" bittet die Verwaltung, das Angebot anzunehmen und die entsprechenden Baugenehmigungen zu erteilen. "Eine knappe halbe Million Euro für die Innenstadt Potsdams, für das Herzstück der Stadt sollten nicht unbeachtet gelassen werden, sondern vielmehr als Geschenk betrachtet werden, das Potsdam gut tut", betont Rudolph von Ketteler, Initiator des Wiederaufbaus der Neptungruppe, der das Geld für die Stadt retten will. Sollte die Stadt die entsprechenden Genehmigungen nicht erteilen verfällt das Geld.
 
Die BI hat sich stets eingesetzt für die Erhaltung des neuen Lustgartens in seiner jetzigen Form und gegen eine Bebauung in diesem Garten. Daneben war die Wiederherstellung des Neptunbeckens in seiner ursprünglichen Form immer das Ziel der BI.
 
Die heute nur zum Teil noch erhaltene Skulpturengruppe "Neptuns Triumph" im Wasserbassin des Lustgartens war einst ein zentrales Gestaltungselement der Gartenanlage vor der Südfassade des ehemaligen Stadtschlosses. Sie schmückte seit der Regierungszeit Friedrich II. das Wasserbecken im Lustgarten. Sie wurde nach Entwürfen Johann August Nahls von Johann Peter Benkert, Gottlieb Heymüller und Benjamin Giese gefertigt. Die bewegte, aus vielen Einzelfiguren bestehende Komposition, die circa ein Drittel der Längsausdehnung des Wasserbeckens überspannte, wurde 1945 beschädigt. Die größten Verluste traten aber erst in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts ein.
 
Bereits 2004 hatte der Rotary Club unter der Leitung von Kettelers einen Triton aus Privatbesitz erworben und die Restaurierung und Aufstellung am Originalstandort veranlasst. Dieses Original und eine Stahl-Wasser-Skulptur des kürzlich vertorbenen Potsdamer Metallgestalters Reiner Fürstenberg, die ebenfalls im Auftrag des Rotary-Clubs Potsdam "Alter Markt" entstand, ergänzten die bei der Neugestaltung des Lustgartens zur Bundesgartenschau 2001 am ursprünglichen Standort wiederentdeckten Reste der Gruppe.
 

Der Rotary Club Potsdam "Alter Markt" und der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Potsdam haben in einem Vertrag vereinbart, dass die Landeshauptstadt Potsdam die Ausschreibung und Umsetzung der Arbeiten koordiniert und fachlich begleitet. Die Abteilung Skulpturenrestaurierung der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg hat das Projekt beratend unterstützt.

Foto zu Meldung: Neptunbecken im Lustgarten