Marmorpalais

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Der Hauptbau und die Terrasse erheben sich am Ufer des Heiligen Sees. Weite Sichten in die Potsdamer Havellandschaft bis hin zur Pfaueninsel und die phantasievoll eingebundene Gartenlandschaft lassen den Besucher noch heute diese einzigartige Atmosphäre erleben. Friedrich Wilhelm II. erwählte diesen Platz für den Bau seiner Sommerresidenz (1787-1793). Der König ließ das Schloss nach zeitgenössischen Vorstellungen im klassizistischen Stil erbauen. Die vom König beauftragten Architekten Carl von Gontard und Carl Gotthard Langhans schufen mit diesem Schlossbau ein Meisterwerk des Frühklassizissmus. Friedrich Wilhelm II. distanzierte sich damit deutlich von den Architektur- und Gartenideen seines Onkels Friedrich des Großen. Erhalten gebliebene Teile der Originalausstattung sowie zeitgenössische Ergänzungen machen das sehenswerte Interieur der Schlossräume aus. Der Grottensaal, der Konzertsaal und die Wohnräume des Königs sind prachtvoll ausgestattet mit Intarsien, Seidenbespannung, Stukkaturen, Marmorkaminen, Gemälden und Kunsthandwerk: Herausragend ist die kostbare englische Wedgwood- Keramik. Eine Besonderheit ist das Orientalische Kabinett, das mit blau-weißem Atlas, Leopardenseide und einem Divan als türkisches Zeltzimmer eingerichtet wurde. Das Marmorpalais ist eines der wichtigsten Zeugnisse des Frühklassizismus in Berlin-Brandenburg und nach umfassender Restaurierung ein Kleinod unter den Potsdamer Schlössern. (mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg)

Am Neuen Garten
14469 Potsdam

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Telefon (0331) 96 94 – 200/ -201
Telefax (0331) 9694–107

E-Mail E-Mail:
Homepage: www.spsg.de/index_127_de.html

Öffnungszeiten:
01.04.- 31.10., Dienstag bis Sonntag, 10 - 17 Uhr,
01.11. - 31.03., nur Samstag und Sonntag, 10 - 16 Uhr


Aktuelle Meldungen

Saisonstart für Schlösser und Gärten

(28.04.2008)

Die Stiftung Preußische Schlössern und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) startet am Donnerstag in die Sommersaison. Dann stünden in der Region wieder 17 Schlösser und andere historische Gebäude für Besucher offen, teilte Stiftungsdirektor Hartmut Dorgerloh am Montag mit. Es werde ein umfangreiches kulturelles Programm mit Ausstellungen und Konzerten geboten, so Dorgerloh weiter. Beispielsweise feiere die Oper "La Pastorale a Sanssouci" am 11. Mai im Neuen Palais Premiere. Außerdem werde der technische Service für Besucher ausgebaut. So werden laut Dorgerloh künftig auch für das Marmorpalais im Neuen Garten und die Neuen Kammern Audioguides angeboten. Der Multimediaguide für Potsdams historische Mitte soll ausgeweitet werden.

 

(Text: RBB)

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